Dieses Wochenende verbringe ich im Zenkloster in Buchenberg.
Ein bewusster Rückzug – aus dem Tun ins Sein.
Gerade jetzt, kurz vor den Rauhnächten, wird deutlich, wie wertvoll diese Zeit ist. Die Tage „zwischen den Jahren“ laden dazu ein, langsamer zu werden, innezuhalten und den Blick nach innen zu richten. Nicht, um sich von der Welt abzuwenden – sondern um sich neu auszurichten.
Stille als Grundlage für verantwortungsvolle Entscheidungen
Als Immobiliengutachter trage ich Verantwortung.
Verantwortung für Werte, die oft ein Lebenswerk darstellen.
Für Entscheidungen im Erbfall, bei Schenkungen, Übertragungen oder gerichtlichen Auseinandersetzungen.
Für Zahlen, die nicht nur wirtschaftliche, sondern auch emotionale Bedeutung haben.
Gute Immobilienbewertung braucht mehr als Marktkenntnis, Richtwerte und Rechenmodelle.
Sie braucht Klarheit, Objektivität und innere Ruhe.
Genau hier setzt der bewusste Rückzug an.
Raum für Wahrnehmung – auch im Beruf
Meditation, Stille, Innehalten, Räuchern und das bewusste Wahrnehmen dessen, was war – und dessen, was kommen darf – schaffen Raum.
Raum, um Gedanken zu ordnen.
Raum, um Abstand zu gewinnen.
Raum, um wieder klar zu sehen.
Abseits von Terminen, Verantwortung und Erwartungen wird spürbar, wie viel Klarheit aus der Stille wächst. Diese Klarheit ist es, die ich in meine tägliche Arbeit mitnehme – in jede Immobilienbewertung, jedes Gutachten, jedes Gespräch mit meinen Auftraggeberinnen und Auftraggebern.
Immobilienbewertung braucht innere Haltung
Eine fundierte Bewertung entsteht nicht unter Zeitdruck oder aus Routine.
Sie entsteht aus Konzentration, Erfahrung und einer inneren Haltung, die Genauigkeit und Fairness zulässt.
Kraft tanken heißt in diesem Zusammenhang nicht, noch mehr Wissen anzuhäufen –
sondern Ballast loszulassen. Erwartungen. Hektik. Gedankliches Rauschen.
Nur so bleibt der Blick offen für das Wesentliche:
den realistischen Marktwert, die Besonderheiten einer Immobilie, den Kontext der Region und die individuelle Situation der Menschen dahinter.
Vorbereitung auf die Rauhnächte – und auf das neue Jahr
Ich nehme diese Tage im Zenkloster als bewusste Vorbereitung auf die Rauhnächte mit.
Mit Dankbarkeit.
Mit Achtsamkeit.
Und mit neuer Ruhe.
Für mich persönlich – und für meine Arbeit als Immobiliengutachter in der Region. Denn wer klare Werte ermitteln will, braucht selbst einen klaren inneren Kompass.
Manchmal entsteht die größte Kraft nicht durch Tun,
sondern durch Stille.
Und genau daraus wächst Qualität.

